Die TSS ist Kultuschule

Was kann kulturelle Bildung in der allgemein-bildenden Schule heute bedeuten?

Man mag zunächst an den Kunst-, Theater- oder Musikunterricht denken. Darin sind wir an der TSS in Husum bereits gut - wir erteilen alle genannten Fächer. Besonderes Profil aber erhält unsere Schule durch unseren Musikzweig, den 50% unserer Schüler*innen besuchen und dessen konzeptioneller Ansatz die musikalische Breitenförderung ist.

Als Kulturschule aber wollen wir mehr sein und die nächsten Jahre dafür nutzen, methodisch-didaktische Arbeitsweisen der genuin ästhetischen Fächer auch in anderen Fachdisziplinen zu erproben, um

  • kreatives und eigenverantwortliches Arbeiten in allen Fächern zu ermöglichen,
  • kooperative Projektformen flächendeckend als Lernarrangement zu etablieren
  • außerschulische Kooperationspartner einzubeziehen und unsere Schule zu
    einem Gestaltungs-, Erprobungs- und Erfahrungsraum werden zu lassen
  • mit Produkt-Präsentationen nicht nur die Schulgemeinschaft sondern auch die Region zu bereichern.

Seit einigen Jahren ist unsere Schule zudem digitale Modellschule. Besonderes Potenzial versprechen wir uns von der Wechselwirkung dieses Schulentwicklungsprozesses mit den bereits genannten methodisch-didaktischen Arbeitsweisen der ästhetischen Fächer, denn auch kulturelle Bildung ist mit neuen medienkulturellen Sichtweisen und Möglichkeiten, mit einem neuen Medienhabitus von Kindern und Jugendlichen konfrontiert.

Unser Ziel ist also kein geringeres, als Schule zum Labor und Entwicklungsmotor für eine demokratische, souveräne und kreative Gesellschaft im 21. Jahrhundert werden zu lassen. 

“ The point is, art never stopped a war and never got anybody a job.
That was never its function. Art cannot change events. But it can
change people. It can affect people so that they are changed - because
people are changed by art - enriched, ennobled, encouraged - they
then act in a way that may affect the course of events - by the way
they vote, they behave, the way they think.“
- Leonard Bernstein -

 

Im Rahmen einer Feierstunde zeichnete Bildungsministerin Karin Prien im September 2020 zehn Schulen in Schleswig-Holstein als Kulturschulen aus, darunter auch unser Gymnasium.

Prien hob dabei hervor, dass sich trotz der schwierigen Umstände, trotz der hohen Arbeitsbelastung in den Schulen und trotz der bitteren Einschränkungen im Kulturbereich eine Vielzahl von Schulen um den Titel „Kulturschule“ beworben hätten. „Das beweist: Die kulturelle Bildung ist nach wie vor präsent. Sie stärkt Kinder und Jugendliche, die von heute auf morgen zu Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Ausnahmezustands geworden sind und die jetzt Orientierung suchen.“

Nach den Worten von Prien bleibe die Weiterentwicklung der kulturellen Bildung an den Schulen ein wesentlicher Punkt auf der Agenda der Landesregierung und die Akkreditierung der Kulturschulen spiele dabei eine tragende Rolle ebenso wie das vom Ministerium und Mercator-Stiftung gemeinsam geförderte Projekt „Schule trifft Kultur – Kultur trifft Schule“.

An der TSS war die Freude groß. „Die Auszeichnung als Kulturschule bestätigt unser intensives Engagement in der kulturellen Bildung“, so Musikzweigleiter Jan Hahn. Die zertifizierten Kulturschulen erhalten in den nächsten Jahren finanzielle Sonderzuwendungen. „Unser Ziel ist kein geringeres, als Schule zum Labor und Entwicklungsmotor für eine demokratische, souveräne und kreative Gesellschaft im 21. Jahrhundert werden zu lassen“, zeigt sich Schulleiterin Susanne Malinowski entschlossen. 


Zertifizierung der TSS als "Kulturschule SH" durch Bildungsministerin Karin Prien, am 4. September 2020

 

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