Der Projektfilm „Selbstverständlich gemeinsam“ feiert Premiere

von Jan Kanehl

Großer Andrang am Freitagabend, dem 19. Juni, bei sommerlichen Temperaturen in der ehemaligen Synagoge Friedrichstadt. Im Beisein des Minderheitenbeauftragten der Landesregierung, Johannes Callsen, unseres Landrats Florian Lorenzen und zahlreicher geladener Gäste stellten 14 Schülerinnen und Schüler unserer Schule ihren Projektfilm (klick) vor, den sie während der Vorhabenwoche gemeinsam mit der VHS Husum, dem Landesverband der Sinti und Roma und der Firma HollaenderArt produziert hatten.
Im Mittelpunkt des Films steht die Lebenswirklichkeit der Minderheit. „Sinti und Roma leben seit mehr als 600 Jahren in Schleswig-Holstein. Ihre Geschichte, ihre Kultur und ihre Erfahrungen sind Teil unserer gemeinsamen Landesgeschichte“, unterstrich Johannes Callsen in seinem Grußwort. Zugleich würdigte er das Engagement der Schülerinnen und Schüler: „Die Jugendlichen haben sich mit großer Kreativität und Ernsthaftigkeit einem wichtigen gesellschaftlichen Thema gewidmet. Sie übernehmen damit Verantwortung für historische Aufklärung und demokratische Bildung.“

Die Premiere wurde von Tasnim (10c) und Nanno (10b) moderiert und vom Cello-Quartett "CeVier" musikalisch umrahmt. In der sich der Filmpremiere anschließenden Podiumsdiskussion mit Berry Paskowski, dem stellvertretenden Landesvorsitzenden der Sinti und Roma, diskutierten Projektteilnehmende miteinander. Warvin und Hadia (10c) schilderten, dass sie sich unter dem Projekt anfangs wenig vorstellen konnten, die Teilnahme aber als Bereicherung empfunden hätten. Wie Lehrer Nils Hobe berichtete, konnten die Schülerinnen und Schüler in dem Projekt wichtige Erfahrungen sammeln. Herr Paskowski wünschte sich mehr Lerninhalte in der Schule im Kampf gegen Vorurteile gegenüber der Minderheit. Ob die Möglichkeiten von KI in diesem Zusammenhang Fluch oder Segen darstellen, blieb offen. 

Am Ende der Veranstaltung gratulierte Rolf Schlotter vom Landesverband der Sinti und Roma den Schülerinnen und Schülern zu ihrem Film und überreichten ihnen eine Spende, wofür wir uns herzlich bedanken!

Außerdem danken wir Herrn Johannes Callsen für die Finanzierung des Cateringservices und Frau Miriam Rachenpöhler für die Möglichkeit, unsere Filmpremiere in den Räumlichkeiten der ehemaligen Synagoge durchführen zu können.

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