TSS-Sportler Romeo Albertsen aus dem Jahrgang 12 beim Ironman 70.3 auf Mallorca!

von Jan Kanehl

Hier sein Race-Bericht: Am vergangenen Wochenende durfte ich meine erste Mitteldistanz beim Ironman 70.3 Mallorca in Alcúdia absolvieren. Bei einer Mitteldistanz müssen insgesamt 1,9 Kilometer geschwommen, 90 Kilometer Rad gefahren und anschließend noch ein Halbmarathon über 21,1 Kilometer gelaufen werden.
Besonders bekannt ist der Wettkampf auf Mallorca für sein anspruchsvolles Streckenprofil mit fast 1000 Höhenmetern auf dem Rad sowie häufig schwierigen Wetterbedingungen. Schon vor dem Start war mir bewusst, dass mich ein sehr langer und harter Tag erwarten würde. Gleichzeitig war dieser Wettkampf für mich ein wichtiger Formtest und Vorbereitungswettkampf für den Viking Triathlon in diesem Jahr.
Der Wettkampf begann mit dem Schwimmen im offenen Meer. Durch starke und unruhige Wellen sowie viele Athleten gleichzeitig im Wasser waren die Bedingungen anspruchsvoll. Trotzdem konnte ich schnell meinen Rhythmus finden. Anschließend ging es auf die 90 Kilometer lange Radstrecke durch die Berge Mallorcas. Neben fast 1000 Höhenmetern machten vor allem rund 30 bis 35 Kilometer starker Gegenwind die Strecke besonders schwierig. Trotzdem war genau dieser Teil des Rennens für mich eines der größten Highlights des Tages. Zum ersten Mal hatte ich wirklich das Gefühl, meine Entwicklung auf dem Rad deutlich zu spüren und zu sehen, wie sehr sich die vielen Trainingsstunden der letzten Monate auszahlen. Der abschließende Halbmarathon wurde dann zum härtesten Teil des Rennens. Nach mehreren Stunden Belastung kamen zusätzlich Regen und schwüles Wetter dazu. Gerade hinten raus wurde der Wettkampf vor allem mental extrem anspruchsvoll. Besonders der letzte Kilometer und der Zieleinlauf waren für mich sehr emotionale Momente, weil mir dort bewusst wurde, dass sich die gesamte Vorbereitung, die vielen Trainingsstunden und die harte Arbeit ausgezahlt haben, unabhängig von der finalen Zeit. Gerade in schwierigen Momenten während des Laufens haben mir auch die Zuschauer an der Strecke, vor allem Familie und Freunde, enorm geholfen und zusätzliche Motivation gegeben.
Am Ende stand eine Gesamtzeit von 6:08 Stunden auf der Uhr. Viel wichtiger als die reine Zeit war für mich jedoch die Erfahrung, meine erste Mitteldistanz erfolgreich gefinisht zu haben und dabei unglaublich viel über mich selbst, den Sport und mentale Stärke zu lernen. Was mich am Triathlon besonders fasziniert, ist die Möglichkeit, eine komplett individuelle Leistung zu zeigen. Anders als in vielen anderen Sportarten ist man hier komplett auf sich selbst gestellt. Jede Trainingseinheit, jede Entscheidung und jede Vorbereitung spiegeln sich direkt im Wettkampf wider. Genau dieses ständige Analysieren, Verbessern und Weiterentwickeln macht diesen Sport so besonders. Für mich war dieser Wettkampf deshalb nicht nur ein sportliches Event, sondern eine Erfahrung, die mir nochmal gezeigt hat, wie viel mit Disziplin, Struktur und kontinuierlicher Arbeit möglich ist.
Ich möchte mich am Ende dieses Race Berichts außerdem noch einmal bei unserer Schule bedanken, die mich auf meinem sportlichen Weg und besonders rund um diesen Ironman sehr unterstützt hat. Gerade die vielen positiven Rückmeldungen und das bestärkende Gefühl, das mir entgegengebracht wurde, bedeuten mir sehr viel und sind etwas, das ich an unserer Schule besonders schätze. Falls sich bei jemandem Interesse am Triathlonsport entwickelt hat oder Fragen zu Training, Wettkämpfen oder dem Sport allgemein entstanden sind, könnt ihr mich jederzeit gerne ansprechen oder mir eine Mail schreiben.

Romeo Albertsen

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