Info-Flyer und Kontakt

Strukturmodell

Der aktuelle Info-Flyer zum TSS-Musikzweig findet sich hier: klick

Weitere Informationen zu unserem Musikzweig finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Wenn Sie an einer persönlichen Beratung interessiert sind oder Rückfragen haben,
wenden Sie sich bitte an den Koordinator unseres Musikzweigs, Jan Hahn:

Tel. Musikbüro: 04841.8056-31
Email: klick

Schule als Ensemble – ein Schulzweig macht es vor

Die Basis unserer erfolgreichen Arbeit an der TSS ist das Prinzip des Miteinanders und die Arbeit auf Augenhöhe. Wie in einem Musikensemble hat jeder Akteur seine unverzichtbare Rolle im großen Ganzen.

Die Prinzipien der offenen Tür, die Ermöglichung und Förderung von individuellen Lernräumen, der öffentlichen Präsentation von Arbeitsergebnissen, der Öffnung für außerschulische Partner sind Grundsätze, die unser Schulzweig vorlebt und die Schule als Ganzes voranbringen können.

Die Perspektive der Schülerin
Hannah Westphal, Klasse 12b

Morgens, mittags, abends. Am liebsten würden wir Musiker unserer Leidenschaft zu jeder Tageszeit nachgehen. Da dies wegen gewisser angeblicher Lärmbelästigungen zu Hause jedoch nicht immer möglich ist, müssen wir allzu oft auf den passenden Zeitpunkt warten, um für ein bevorstehendes Konzert zu üben, mit anderen Musikern zu improvisieren oder eigene Stücke zu komponieren.
Die TSS bildet deswegen einen Knotenpunkt für uns Ästheten: Sowohl im Unterricht, als auch außerhalb davon kommen wir als junge Musiker in zahlreichen Ensembles, wie dem Schulorchester, der Big Band oder in diversen Chöre zusammen und bauen dadurch eine ganz eigene Gemeinschaft auf. Viele von uns engagieren sich deshalb gern über zeitaufwendige Probentage und Konzerte hinaus für unseren Musikzweig, indem wir zum Beispiel eigene Ensembles leiten. Wir tun dies zum einen, um das Zusammenleben in der TSS mitzugestalten, aber auch, weil Musik an der Schule für uns keinen Zwang bedeutet, sondern Zugehörigkeit und Selbstentfaltung und Freude.



Auch die Einrichtung im Musiktrakt trägt zu dieser besonderen Atmosphäre bei. So gibt es in den Fachräumen verschiedenste Instrumente, die außerhalb der normalen Unterrichtszeiten häufig auch von uns älteren Schülerinnen und Schülern in Freistunden verwendet werden. Wir musizieren dann in kleinen Gruppen oder alleine und lernen dabei mitunter völlig neue Instrumente oder Musikrichtungen kennen.
Natürlich erfordert diese Praxis das Vertrauen des Musikkollegiums. Aber da die meisten der Schüler innen und Schüler schon seit ihrer Kindheit mehrere (von den Lehrern geleitete) Ensembles besuchen, kennen beide Seiten einander bereits und wissen um die gemeinsamen Interessen.
Ob diese Interessen später auch im Beruf ausgelebt werden können, ist dabei ohne Belang, denn die Fähigkeiten, die wir während unserer musikalischen Ausbildung an der TSS erlernt haben, helfen uns ein Leben lang weiter: Ob wir mit dem privaten Musizieren einen Ausgleich zu unserem Berufsleben finden, besser mit Lampenfieber beziehungsweise Druck umgehen können, oder hervorragend im Team zusammenarbeiten können — die TSS hat uns die dafür benötigten Grundlagen mitgegeben.
Selbst die in der Schulzeit geknüpften Kontakte zu anderen Musikern oder den Lehrkräften bleiben bestehen, wie der alljährliche Konzertabend ,,Boys and Girls are back in Town“, der von ehemaligen Schülerinnen und Schülern gestaltet wird, zeigt.
Außerdem kann man nie wissen, wann man als Alumnus oder Alumna noch einmal ein TSS-Konzert verstärken darf...

Die Perspektive der Musiklehrer/innen

Breitenförderung – Musik ist für alle da

Unsere musikpädagogische Arbeit zielt nicht auf Elitebildung, sondern auf musikalische Breitenförderung. Es geht nicht darum, die Musikstudenten von morgen auszubilden, auch wenn sich immer wieder Absolventen unserer Schule für die Aufnahme eines Musikstudiums entscheiden, sondern wir möchten musikalische Bildung für alle Kinder ermöglichen und nehmen aus diesem Grund jedes interessierte Kind in den Musikzweig auf.
Seit vielen Jahren entscheidet sich jedes zweite Kind unserer Schule für den Eintritt in den Musikzweig und damit auch für zwei zusätzliche Unterrichts-Wochenstunden, in denen wir den Schülerinnen und Schülern (SuS) unterschiedliche Zugangsweisen zu Musik vermitteln und musikalische Praxis mit reflektierenden Unterrichtsanteilen verschränken. Wir schulen die Ausdrucks- und Wahrnehmungsfähigkeiten unserer SuS, indem sie in projektorientierten Arbeitsformen Gestaltungsaufgaben bewältigen, durch die sie immer wieder neu zu einem Austausch über die Qualität der (Zwischen-)-Produkte aufgefordert werden. Eigene Produkte zu präsentieren und produktiv Feedback zu geben, lernen bereits unsere Jüngsten. Ob Sextaner oder Primaner – grundsätzlich gilt: Es geht zu jeder Zeit um künstlerische Prozesse, nicht darum „ein bisschen zu fiedeln“. Am Ende der Orientierungsstufe sind unsere SuS in der Lage ein kleines Arrangement zu einem Lied zu erstellen. Der Erfolg unserer Arbeit zeigt sich unter anderem darin, dass bis zum Ende der Mittelstufe mehr als 90% der SuS im Musikzweig verbleiben.

Besuch im Musiculum Kiel

Ensemblemusizieren – mehr als Einstudieren

Das Ensemblemusizieren bildet neben dem erweiterten Musikunterricht das Fundament unseres Schulzweigs. Alle SuS des Musikzweigs wirken an einem der acht Chöre und/oder fünf Instrumentalgruppen mit, wodurch an unserer Schule knapp 500 SuS musizieren.
In unserer Ensemblearbeit legen wir auf stilistische Breite großen Wert. Dies zeigt sich sowohl in den Ensembleformaten (Husumer-Jugend-Orchester, mehrere BigBands, Samba- und SalsaBands, Junior-Ensembles, div. Chöre) als auch in den Programmen der Ensembles (Renaissance- und Barock-Musik bis hin zu Neuer Musik und Jazz). Hier machen die SuS Erfahrungen in der musikalischen Gestaltungsarbeit, erlernen einen verständigen Umgang mit ihrer Stimme oder ihrem Instrument, hören sich gegenseitig zu und erfahren sich als Gruppe, die gemeinsam etwas Großes schaffen kann: Die Gestaltung eines Konzerts.

Weihnachtskonzert in St. Marien zu Husum

Ermöglichungsräume – Wachstum braucht Vertrauen

Die Schaffung von „Ermöglichungsräumen“ ist für musikalische Schülerinitiativen eine wichtige Voraussetzung. Gerade im regionalen Raum an der Westküste ist es für musikalisch interessierte Jugendliche oft schwierig eine eigene musikalische Initiative, wie bspw. die Gründung einer Band oder eines Chores, auf die Beine zu stellen, da geeignete Räume und Ausstattung fehlen. Um hier unterstützend tätig zu werden, bieten wir diesen Jugendlichen die Möglichkeit, in unseren schulischen Räumlichkeiten zu proben und sich von uns Musiklehrern beraten zu lassen.
Darüber hinaus ermutigen wir SuS, kleinere Konzertanfragen aus dem regionalen Raum anzunehmen und mit privaten Ensembles zu bestreiten.
Damit das funktioniert, pflegen wir eine Kultur der offenen Tür. Das „Musikbüro“ ist Dreh- und Angelpunkt des Schulzweig-Managements. In jeder Pause herrscht dort Hochbetrieb: SuS besprechen Probenzeiten, holen sich Stimmgeräte, Noten oder Kabel, geben ihre Privat-Instrumente zum Verwahren ab, koordinieren mit den Musik-Lehrern Organisatorisches zu Konzert-Terminen, klären Fragen, lassen sich beraten und vieles mehr.

Junior-Ensemble

Lernen durch Lehren – mit unseren Schülerinnen und Schülern auf Augen- und Ohrenhöhe

Besonders talentierte SuS fördern wir im Kontext der Ensemblearbeit durch das Prinzip „Lernen durch Lehren“. Dabei übernehmen SuS unter Anleitung zeitweise die Leitung von Ensembles (Bands, Chören, Registern) und erhalten von den Musiklehrenden detailliert Rückmeldung. Verantwortung an SuS zu geben und ihnen Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu signalisieren - in einer wertschätzenden Atmosphäre, die ihnen vor allem auch durch ihre Mitschüler/innen zuteil wird - entfacht große Motivation.

Ensemble-Leitung durch Schülerinnen und Schüler

Konzerttätigkeit - auf den Brettern, die die Welt bedeuten

Unsere umfangreiche Konzerttätigkeit strahlt nicht nur in das Schulleben hinein, sondern auch in das gesellschaftliche Leben unserer Region hinaus. Unsere Konzerte bringen die Schulgemeinschaft zusammen, ermöglichen es den SuS zu zeigen, welche Talente in ihnen schlummern, auch wenn es in anderen Fächern nicht so läuft; sie bringen die Jahrgänge einander näher, da Organisationsstrukturen wie Klassen oder Jahrgänge sich in den Ensembles auflösen; sie geben unseren SuS Selbstvertrauen und Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Aus diesem Grunde haben unsere schuleigenen Konzertformate, wie das Weihnachtskonzert in der Husumer Hauptkirche, das TSS BandFestival im Musik-Club Speicher, der Solistenabend oder das große Sommerfestival TSS in Concert, die wir in unserer großen Schul-Aula durchführen, die Atmosphäre großer wertschätzender Familienfeiern, zu denen die Schulgemeinschaft zusammenkommt.
Die Ausstrahlung unserer Konzerttätigkeit in die Region hinaus ist vor allem durch das Verständnis motiviert, nicht im geschützten Raum Schule zu verbleiben, sondern selbst aktiver Kulturakteur in der Region zu sein. Wir wollen kulturelle Teilhabe fördern, auch in dem wir Kulturteil der Region sind. Beispielsweise haben wir aus Anlass des 350. Geburtstages des Barockkomponisten Nikolaus Bruhns im Jahr 2015 ein Projekt durchgeführt, das sich detailliert dokumentiert unter www.bruhns350.de findet. Hier wird besonders deutlich, wie wir regionale Kulturgeschichte mehrdimensional zum Thema machen. Ob es um die Umrahmung von Veranstaltungen mit gesellschaftlicher Bedeutung geht (Jubiläen, bspw. LKN, SoVD, Stadt Husum, Kirchengemeinden, usw.) oder um Kooperationsveranstaltungen mit Husumer Unternehmen, Vereinen oder Clubs (Lions, Rotary, TSBW, TSMH, usw.): Die TSS trägt zum Gelingen der Veranstaltungen bei und ermöglicht den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern die Erfahrung sich auszahlenden Fleißes.
Die Qualität der musikalischen Leistung hat sich inzwischen auch über die Grenzen Nordfrieslands hinaus herumgesprochen. Auf Einladung des Ministerpräsidenten musizierte unsere BigBand beim „Tag der Gymnasien“ an der Uni Kiel oder im Landtag des Landes Schleswig-Holstein.
Zahlreiche erste Preise erlangten die Musiktheater-Produktionen der vergangenen Jahre, eine Produktion wurde zudem zu den Schultheatertagen nach Kiel eingeladen.

TSS BigBand im NCC Husum

Veranstaltungsorganisation und technische Durchführung – das Management im Hintergrund

Aber nicht allein für aktives Musizieren schaffen wir Räume des Wachsens, auch im Bereich der Konzertorganisation und Durchführung spielen wir unseren Schülerinnen und Schülern verantwortungsvolle Aufgaben zu. Das reicht von der technischen Betreuung von Konzerten, Theaterstücken oder anderen Veranstaltungen durch unsere Techniker-AG, bis hin zur Moderation unseres Solistenabends.

Musical MieZhaus

Kooperationspartner – Kollaboration für musikalische Bildung

Unsere Kooperationspartner sind ein wichtiger Teil unseres Musikzweigs. Die Kreismusikschule Nordfriesland unterstützt maßgeblich unsere Orchesterarbeit und wirkt durch qualifizierten Instrumentalunterricht am Fundament unseres Schulzweigs mit. Das Nachwuchsstreicher-Ensemble „Saitenspringer“ fungiert als Vor-Orchester. Darüber hinaus ist es uns wichtig, dass Instrumentalunterricht der Kreismusikschule in unseren Räumen durchgeführt wird, so dass Schülerinnen und Schüler nach Unterrichtsende in unserem Hause ihren Instrumentalunterricht wahrnehmen können. Dies ist besonders für die vielen Fahrschüler unserer Schule von Vorteil.
Das Landestheater SH kooperiert vor allem im Bereich des Theaters mit unserer Schule (Workshops). Aber auch der Besuch von Konzerten des Sinfonieorchesters des Landestheaters im NCC Husum und deren musikpädagogische Vorbereitung sowie die Aufführung von Kammer-Opern (Hänsel und Gretel, Aschenputtel) in unserer Aula zählt zu den Kooperationsangeboten, die es ermöglichen, unseren SuS die Gattung Oper oder Sinfoniekonzert erlebbar zu machen, auch fernab der größeren Metropolen.
Eine Kooperation mit der Musikhochschule Lübeck (MHL) ist derzeit in der Diskussion. Im Gespräch ist die Verbindung eines musikdidaktischen Seminars mit einer produktionsorientierten Unterrichtseinheit mit Tablets. Dabei soll die Evaluierung des Prozess-Produkt-Didaktischen Unterrichtsprojekts (Arrangieren mit dem iPad) durch Studierende im Zentrum stehen. Erste Gespräche mit der MHL verliefen vielversprechend.

Zukunftsherausforderungen - Zukunftsmusik

Vor allem zwei Themen stehen ganz oben auf unserer aktuellen Jahresplanung. Die Implementierung von Tablet-Klassen in der Oberstufe (auch im Musikprofil) sowie die Einrichtung von Instrumentalklassen zum kommenden Schuljahr 2019/20:

Digitalisierung
Die Einrichtung einer iPad-Klasse im Profilfach Musik zu Beginn des laufenden Schuljahres eröffnet vielfältige neue Möglichkeiten in der Gestaltung eines kreativen, produktionsorientierten Unterrichts. Die unmittelbare Anwendbarkeit gelernter Techniken und Verfahren im Bereich Komposition durch die Verwendung von iPads erschließt Unterrichtsmöglichkeiten, die ansonsten schwer umsetzbar wären. SuS werden in die Lage versetzt, ihre Komposition zum Klingen zu bringen. Dies ist mit herkömmlichen Verfahren nur sehr zeitintensiv umzusetzen und wird deswegen als Unterrichtsthema in der Oberstufe häufig gemieden.
Die Digitalisierung des Musiklebens hat in den letzten Jahren großes Tempo aufgenommen - dies gilt sowohl für die Rezeption als auch die Produktion von Musik. Um dem in den Fachanforderungen formulierten Bildungsziel des Faches Musik gerecht zu werden (vgl. Fachanforderungen Musik, S.12 „Didaktische Leitlinien“), Jugendliche zu befähigen aktiv am vielfältigen Kulturangebot unserer Zeit teilhaben zu lassen und damit kulturelle Teilhabe zu ermöglichen, muss der Musikunterricht die Chancen des digitalen Wandels nutzen und sich dieser Entwicklung stellen.

Instrumentalklassen
Trotz der Bedeutung, die wir der Digitalisierung zuschreiben, bildet das praktische (analoge) Musizieren, das unmittelbare Erfahren von Musik den Kern unserer Arbeit. Gerade hier möchten wir unseren Schülerinnen und Schülern Erfahrungsräume bieten. Im kommenden Jahr 2019 wollen wir deshalb den Schritt wagen, interessierten Schülerinnen und Schülern der 5. Klasse das Erlernen eines Instruments zu ermöglichen. Das Vermögen, ein Instrument zu spielen und gemeinschaftlich zu musizieren, stellt eine Bereicherung auch des späteren Lebens der jungen Menschen dar, gerade in einer zunehmend technisierten Welt. Unser geplantes Instrumentalklassen-Modell orientiert sich an dem an einigen Schulen bereits praktizierten Bläserklasse-, bzw. Streicherklasse-Konzept. Im Schuljahr 2019/20 werden wir zwei Bläserklassen einführen.
Während dieses Konzept an anderen Schulen bereits das erweiterte Musikangebot darstellt und nach der 6. Klasse endet, haben wir an der TSS ein Modell entwickelt, das sich in unser erfolgreiches Musikzweigkonzept einfügt und darin aufgeht. Wir verfügen diesbezüglich über hervorragende Ausgangsbedingungen. Nach der Instrumentalausbildung in den Klassenstufen 5 und 6 genießen unsere SuS weiterhin erweiterten Musikunterricht, der durch die vorausgegangenen zwei praxisorientierten Instrumentalklassenjahre noch vertieft werden kann. Im Rahmen unseres großen Ensemble-Angebots aus Orchester und BigBand(s) können die SuS ihr erlerntes Instrument weiterhin im Rahmen von Ensemblearbeit fruchtbar machen. Dies ist von allerhöchster Bedeutung, denn in der Phase der Pubertät hält das gemeinsame Musizieren im Ensemble die SuS bei der Stange – dass das Instrumentalspiel aufgegeben wird, kennen wir von unseren Ensemblemusikern nicht, sie bleiben in der Regel bis zum Abitur dabei und überstehen die kritische Phase der Pubertät, ohne das Instrumentalspiel an den Nagel zu hängen.
Es ist für uns ein großes Glück, mit der Kreismusikschule Nordfriesland einen Kooperationspartner zu haben, der unser Vorhaben nach Kräften unterstützt und Instrumentenverleih sowie instrumentalen Gruppenunterricht in enger Abstimmung mit uns organisiert.

Die Perspektive der Schulleiterin
Frau Karschin

1985 wurde an der Theodor-Storm-Schule (TSS) der Musikzweig gegründet. Seither wählen in jedem Jahr etwa 50% der an der Schule angemeldeten Schülerinnen und Schülern (SuS) den Musikzweig (MUZ). Dies bedeutet konkret, dass sie jede Woche eine Stunde zusätzlichen Musikunterricht erhalten und darüber hinaus die Verpflichtung haben, an einem der zahlreichen Ensembles teilzunehmen. Jede und jeder darf den Musikzweig wählen, unabhängig von Vorkenntnissen. Die SuS erhalten einen erweiterten Musikunterricht mit musikpraktischem Schwerpunkt. Viele unserer SuS sind an mehreren Ensembles beteiligt, sie singen im Chor und spielen im Orchester oder der BigBand, unterstützen die Chöre durch Korrepetition, spielen gemeinsam in von SuS geleiteten Ensembles, uvm. Ihre Ergebnisse präsentieren sie der (Schul-) Öffentlichkeit zu vielen Gelegenheiten. 


Mit dem 4-tägigen Festival „TSS in Concert“, das alljährlich kurz vor den Sommerferien stattfindet und ca. 500 Schülerinnen und Schüler in aktuell 16 Ensembles auf die Bühne bringt, verfügt Husum über das wohl größte Schulmusikfestival unseres Bundeslandes. Darüber hinaus findet jährlich ein großes Weihnachtskonzert in der Marienkirche in Husum statt, ein Solistenabend und das Bandfestival im Husumer Kulturzentrum „Speicher“. In den Jahrgangschören – es gibt für jeden Jahrgang von Klasse 5 bis 9 einen Chor und den Oberstufenchor – und vor allem in den Ensembles musizieren Schülerinnen und Schüler über die Klassen- und Jahrgangsgrenzen hinweg gemeinsam. Die Ensembles stehen allen SuS, auch denen, die nicht den MUZ gewählt haben, offen. Wir sind überzeugt davon, dass das Miteinander in den Ensembles wesentlich zu unserem harmonischen Schulklima beiträgt. Wir ermöglichen es unseren SuS, auch in den unterrichtsfreien Zeiten wie am Wochenende und am späten Nachmittag miteinander zu musizieren.
Für die Schülerinnen und Schüler des Musikzweiges hat das Fach Musik ein besonderes Gewicht.  Das führt u.a. dazu, dass in der Oberstufe an der TSS jedes Jahr seit der Einführung der Profiloberstufe eine Profilklasse im Fach Musik eingerichtet werden konnte.
Über die Konzerte im Rahmen der Schulöffentlichkeit hinaus bereichert die TSS das kulturelle Leben in der Region Nordfriesland und darüber hinaus. Beispiele dafür sind Auftritte im Rahmen der 100-Jahr-Feier des Sozialverbands Deutschland, des 10jährigen Bestehens des Landesbetriebs für Küstenschutz und Nationalpark, des Neujahrsempfangs der Stadt Husum, zum Tag der Gymnasien auf Einladung des Ministerpräsidenten in Kiel, zur Verleihung des Schulpreises SH und vieles Weitere mehr.